Fred Vargas „Im Schatten des Palazzo Farnese“ (Hörbuch)

Im Schatten des Palazzo Farnese Hörbuch Fred Vargas

Die Schriftstellerin Frédérique Audoin-Rouzeau ist unter dem Namen Fred Vargas eine der bekanntesten französischen Krimi-Autorinnen. Da ich bereits viel Gutes über sie gelesen habe, war es nun höchste Zeit, sich selbst einmal ein Bild zu machen. Und das habe ich getan, mit der verwickelten Geschichte „Im Schatten des Palazzo Farnese“.

Zur Geschichte: Im Schatten des Palazzo Farnese

In Paris taucht eine bisher unbekannte Skizze von Michelangelo auf, die dem Kunsthistoriker Hugo Valhubert in die Hände fällt. Dieser vermutet sofort, dass die Zeichnung aus der Bibliothek des Vatikans entwendet sein könnte und macht sich deshalb auf den Weg nach Rom. Doch dort wird er ermordet. Sein Sohn Claudius, der sich nicht sehr gut mit seinem Vater verstanden hat, ist erschüttert. Claudius lebt zusammen mit seinen zwei sehr exzentrischen Freunden Tiberius und Nero (alle drei nennen sich nach alten Kaisern) in Rom. Dort studiert er und bei der Vergiftung seines Vaters mithilfe von Schierling ist er nur wenige Meter entfernt. Und dann gibt es noch die schöne Laura, die Frau des Verstorbenen. Laura spielt in dem ganzen Unterfangen eine undurchschaubare Rolle. Da Valhuberts Bruder einen Ministerposten bekleidet, wird der französische Ermittler Richard Valence nach Rom geschickt und auf den Fall angesetzt. Eigentlich nur, um die Wogen zu glätten und den Skandal möglichst klein zu halten. Doch schnell findet er sich in den wirren Verstrickungen des Falls wieder…

Zum Sprecher

Gelesen wird das Hörbuch von Susanne von Borsody. Und das macht das Hörbuch ehrlich gesagt kaputt. Borsody liest mit so langsamer und müder Stimme, dass überhaupt kein Schwung in die Geschichte kommt und auch noch so spannende Szenen langweilig scheinen. Und das, obwohl sie eigentlich eine dunkle und sehr angenehme Stimme hat.

Insgesamt

Die Geschichte an sich hätte 5 Sterne verdient. Spannend und unterhaltsam gestaltet, mit vielen überraschenden Wendungen und interessanten, tiefgründigen Charakteren. Mir hat es gut gefallen, dass zwischen den verschiedenen Perspektiven gewechselt wurde. Mal begleitet man Nero, Tiberius und Claudius, mal Laura, mal den Ermittler Valence. Aber Susanne von Borsody liest das Buch wirklich nicht gut. Sie lässt die Geschichte schlapp, uninteressant, lustlos erscheinen. Die Figuren unterscheiden sich manchmal überhaupt nicht in der Stimmlage und manchmal ist die Stimme völlig übertrieben, sodass dies das gesamte Hörbuch verdirbt. Auch wenn das eine wirkliche Seltenheit bei mir ist: Hier muss ich euch wirklich einmal empfehlen zur gedruckten Ausgabe zu greifen.

  • Kategorie: Krimi
  • Sprecher: Susanne von Borsody
  • Dauer: 05 Stunden 03 Minuten
  • Art des Hörbuchs: Gekürzte Lesung
  • Vertont von: Der Audioverlag
  • Erscheinungsjahr: 2010
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