Der junge Sherlock Holmes (Hörspielserie)

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Der große Detektiv Sherlock Holmes ist weit bekannt. Mittlerweile fast genauso bekannt sind die Hörspielreihen rund um ihn und seinen getreuen Freund und Partner Dr. John Watson. „Die Originale“ und „Die neuen Fälle“ von Maritim sind dabei nur zwei der Hörspielreihen aus dem großen Holmes-Universum. Ende letzten Jahres ist nun eine neue Hörspielserie an den Start gegangen: Der junge Sherlock Holmes. Nach den ersten vier Folgen kann man sagen, dass sich das Hören lohnt.

Worum geht es in den Hörspielfolgen des jungen Sherlock Holmes?

Die Hörspielfolgen sind ganz klassisch wie Doyles berühmte Geschichten aufgebaut und jede Folge schildert einen Fall. Die Fälle werden von einem erzählenden älteren Holmes eingeleitet, der die Abenteuer und Fälle seiner Jugend seinem Freund Watson in Briefen schildert. Der erste Fall startet, als Holmes fünfzehn Jahre alt ist. Seine Eigenheiten hat er auch da schon. Ständig versunken in seine Bücher, spielt Geige und er ist ein exzellenter Beobachter. Im ersten Fall zieht der gleichaltrige Victor Trevor zu Sherlock, Mycroft und seinem gestrengen Vater, der nach anfänglicher Eingewöhnung schnell zu Sherlocks bestem Freund und Verbündeten seiner Abenteuer wird.

Die erste Ermittlung, in die Sherlock startet, kommt überhaupt erst zustande, weil sein großer Bruder Mycroft ihm den Auftrag dazu erteilt. Den nächsten Fällen begegnet er eher durch Zufall, doch die Folgen bauen sich keineswegs nur auf Zufällen auf. Sie sind schlüssig durchdacht und spannend. Anders als der Titel vielleicht vermuten lässt, sind es richtige Kriminalhörspiele und eher für Erwachsene geeignet.

Wer spricht die Figuren in den Hörspielen Der junge Sherlock Holmes?

Ganz besonders gut besetzt finde ich bei dieser Serie die Sprecher der Hauptfiguren. Charles Rettinghaus verleiht markant, gebildet, gehoben klingend Holmes Vater nicht nur eine Stimme, sondern gleich eine ganze Aura, die mitschwingt. Abenteuerlustig, neugierig und klug spricht Sebastian Fitzner den Weggefährten Victor Trevor. Am allerbesten gefallen mir aber die beiden Sprecher von Sherlock Holmes selbst: Dirk Petrick liefert einen wortgewandten, unglaublich intelligenten und trotzdem glaubhaften jungen Holmes ab, während Norbert Langer eine gelungene Wahl für den alten erzählenden Holmes ist. Auch die anderen Rollen sind den in Hörspielen bisher gut besetzt.

Wem kann ich die Hörspielserie empfehlen?

Empfehlen kann ich die Serie jedem, der gewitzte Kriminalgeschichten und gut vertonte Hörspiele mag und von Holmes noch nicht genug hat (das soll ja tatsächlich vorkommen, habe ich gehört). Die Fälle sind klug, neu und erfrischend neue aber trotzdem getreue Holmes-Adaption. Der erzählende alte Holmes gibt den Geschichten einen schönen Rahmen und macht einen anderen Erzähler überflüssig. Eingefleischte Holmes-Fans sollten diese Fälle auf jeden Fall hören. Die Folgen sind schön stimmig und mit Anspielungen auf die Originalfälle gespickt. Aber auch wenn man kein Fan des großen Detektivs ist, kommt man als Freund guter Kriminalgeschichten in Der junge Sherlock Holmes definitiv auf seine Kosten.

 

 

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Der junge Sherlock Holmes ist eine neue Hörspielserie, die ähnlich wie die Originale und die neuen Fälle auf Erwachsene ausgerichtet ist.

3 Kommentare bei „Der junge Sherlock Holmes (Hörspielserie)“

  1. Stimme voll uns ganz zu. Die Serie habe ich nur per Zufall entdeckt und kann nur sagen eine großartige Abwechslung zu den bereits bekannten Serien (S. H. Die Originale / Die neuen Fälle).
    Freue mich schon auf die nächsten Folgen.

    1. Ich mich auch! 🙂

  2. […] auf einem fast freundschaftlichen Fuß mit ihren Gegenspielern, den Detektiven und Ermittlern. Aus Sherlock Holmes Gegenspieler, dem fast genauso bekannten Dr. James Moriarty, hat sich ein eigenes Genre der […]

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